Regenwasser als Ressource
11. März 2026
Mit dem Schwammstadtkonzept sorgt die Gemeinde Birsfelden dafür, dass Regenwasser künftig vor Ort gespeichert, genutzt und versickert wird. Das entlastet die Kanalisation, verbessert das Siedlungsklima und schafft Grünflächen.
Das Prinzip: Das Schwammstadtkonzept ist Teil der Entwässerungsstrategie der Gemeinde. Neben dem Abwasserreglement und dem Generellen Entwässerungsplan (GEP). Ziel ist es, Regenwasser nicht mehr schnell abzuleiten, sondern lokal zurückzuhalten und der Umwelt zur Verfügung zu stellen. Wie ein Schwamm.
Ziel ist: Bis 2040 sollen rund 45 bis 50 Prozent der heute an die Mischabwasserkanalisation angeschlossenen befestigten Flächen vom Kanalnetz getrennt werden. Dadurch wird die Infrastruktur entlastet und langfristig können hohe Ausbaukosten reduziert werden. Zudem wird die Abwasserreinigung eingespart, da Regenwasser nicht mehr in das überlastete Kanalnetz gelangt und eine separate Ableitung oder Versickerung ermöglicht wird.
Lebensqualität fördern: Schwammstadtmassnahmen bringen Vorteile: mehr Grünflächen, weniger Hitze im Sommer, bessere Aufenthaltsqualität und Förderung der Biodiversität.
Möglichkeiten: Das Konzept zeigt Potenziale im Strassenraum, auf privaten Liegenschaften und auf gemeindeeigenen Flächen. Besonders in Wohnquartieren können Strassenräume stärker begrünt und Regenwasser vor Ort versickert werden. Bei Neubauten und Umbauten sollen versiegelte Flächen, wenn möglich vom Kanalnetz getrennt werden.
Die Umsetzung: Sie betrifft die Bevölkerung, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie die Verwaltung. Information, Beratung und Fördermöglichkeiten unterstützen die Umsetzung schrittweise.
Kein kleines Projekt. Ein langfristiger Plan.
Eine konsequente Umsetzung des Schwammstadtprinzips ist langfristig kostengünstiger als ein konventioneller Ausbau der Kanalisation.
Bei positiven Effekten für Klima, Umwelt und Lebensqualität.

