Kleinbäuer*innen im glo­balen Süden leiden unter Klima­wandel

Die Auswirkungen des Klimawandels sind für diejenigen am stärksten spürbar, die am wenigsten dazu beigetragen haben: Kleinbäuer*innen im Globalen Süden. Die veränderten Wettermuster bedrohen ihre Existenzgrundlagen. Fair Trade unterstützt sie darin, sich an die Auswirkungen von Klimaveränderungen anzupassen, Treibhausgase zu reduzieren und ihre kleinbäuerliche und saisonal ausgerichtete Anbauweise ressourcenschonend weiterzuentwickeln.

Die Gemeinde Birsfelden möchte Verantwortung in diesem global zusammenhängenden System übernehmen und sich als Fair Trade Town für fairen Handel engagieren und die Bevölkerung für fairen sowie nachhaltigen Konsum sensibilisieren. Am diesjährigen Internationaler Tag des Fairen Handels am 8. Mai 2021 liegt der Fokus auf den Auswirkungen der Klimakrise auf die Kleinbäuer*innen und wie Fair Trade diese unterstützt.

Der Klimawandel verursacht enorme Veränderungen im Wettermuster. Kleinbäuer*innen im Globalen Süden leiden unter diesen Auswirkungen: Die veränderten Wettermuster führen zu Dürren, Überschwemmungen, veränderten oder ausfallenden Reife- und Erntemustern, neuen Schädlingen, Unkraut und Krankheiten. Dies betrifft nicht nur die Kleinbäuer*innen, sondern oft die nationale Wirtschaft, da diese in vielen Ländern des globalen Südens auf kleinbäuerlicher Landwirtschaft basiert.

Da Kleinbäuer*innen oft nur über geringfügige finanzielle Mittel verfügen, ist es für diese eine Herausforderung, sich an die veränderten Wettermuster anzupassen. Gewisse Veränderungen sind sich Landwirt*innen zwar gewohnt, doch die bisherigen Bewältigungsstrategien können mit den derzeitigen Schwankungen nicht standhalten

Fair Trade hilft Resilienz aufzubauen
Um die Anfälligkeit gegenüber dem Klimawandel zu verkleinern, muss die Anpassungsfähigkeit der Kleinbäuer*innen erhöht werden. Bäuer*innenorganisationen und der faire Handel leisten hierzu einen relevanten Beitrag.  

Fair Trade unterstützt Kleinbäuer*innen bei der Anpassung an die Auswirkungen von Klimaveränderungen, fördert ihre Resilienz und hilft ihnen Treibhausgasemissionen zu reduzieren und auf erneuerbare Energien umzustellen. Ein Fokus ist dabei die Schulung vor Ort durch lokale Fachleute, um die Landwirtschaft widerstandsfähiger zu machen und Ernährungs- sowie Einkommenssicherheit zu gewährleisten. Die Fair Trade Standards enthalten Umweltkriterien, die die Anpassung der Bäuerinnen und Bauern an den Klimawandel sowie ökologische Anbauweisen fördern.

Unser Konsum – unser Klima
Die saisonal angepasste Landwirtschaft der Kleinbäuer*innen im Globalen Süden ist ressourcen- und klimaschonend. Fair Trade Produkte werden mit ein paar wenigen Ausnahmen per Schiff transportiert; Schätzungen gehen davon aus, dass 98% der Fair Trade Mengen als Seefracht befördert werden. Da in der Ökobilanz der Anbau und die Verarbeitung für den grössten Anteil der CO2-Emissionen eines Produktes verantwortlich sind und nicht der Transport, stellen Produkte aus dem Fairen Handel auch aus ökologischer Sicht sinnvolle Alternativen im Warenkorb dar und helfen den Menschen im Globalen Süden eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu entwickeln.

Fairer Handel

Internationaler Tag des Fairen Handels

Am 8. Mai 2021 wird weltweit der Internationale Tag des Fairen Handels gefeiert. In der Schweiz finden unter dem Motto «Klima - Fair Trade unterstützt Kleinbäuer*innen im Globalen Süden» verschiedene Aktivitäten statt.

Gerne machen wir Sie auf einen Online-Vortrag von Frank Herrmann aufmerksam zum Thema des World Fair Trade Days: «Kleinbauern und Fairer Handel in Zeiten von Coronakrise, Klimawandel und Globalisierung».
Dieser findet via Zoom statt:
Online-Vortrag via Zoom starten 

Weitere Informationen zum internationalen Tag des Fairen Handels finden Sie unter: World Fair Trade Day 2021: Klima-Krise!

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