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Tiere mögen unser Essen nicht

13. Juli 2026

Immer wieder liegen rohe oder gekochte Lebensmittel im Hardwald oder in den Hecken entlang der Strassen in Waldnähe. Was möglicherweise gut gemeint ist, hat oft negative Auswirkungen für die Tiere und den Wald.

Spaziert man entlang der Hardstrasse oder im Waldstück zwischen der katholischen Kirche und dem Sternenfeldkreisel, entdeckt man in letzter Zeit häufig Esswaren am Waldboden verteilt. Rüstabfälle von Obst und Gemüse oder zubereitete Mahlzeiten.

Es scheint, dass neben der illegalen Entsorgung von Abfällen auch bewusst Lebensmittel für Tiere bereitgestellt werden. Diese Lebensmittel sind für die Tiere jedoch nicht hilfreich, sondern stören ihr natürliches Gleichgewicht. Wildtiere und Vögel finden in unseren Breitengraden ganzjährig genügend Nahrung. Gutgemeinte Fütterung führt deshalb zu hygienischen Problemen und verschlechtert die Lebensbedingungen der Tiere.
Die falsche Ernährung kann zu Fehlernährung sowie einem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen führen. Die hohe Dichte an Futterplätzen begünstigt zudem Auseinandersetzungen zwischen Artgenossen und die Übertragung von Krankheiten. Ausserdem kann es zu einer Überpopulation kommen und die Tiere verlieren ihre Scheu vor Menschen. Die Lebensmittel ziehen zudem andere Tiere wie Ratten oder Krähen an.

Deshalb gilt: Bitte keine Wildtiere im Wald füttern. Dies gilt auch für Vögel und Enten. Davon ausgenommen ist das massvolle Füttern von Singvögeln im Winter, beispielsweise im Futterhäuschen oder auf dem Fensterbrett.

Vielen Personen ist nicht bewusst, dass sie mit der falschen Entsorgung von Esswaren dem Wald und den Wildtieren schaden. Deshalb stellt die Gemeinde entlang des Hardwalds entsprechende Hinweistafeln/Plakate auf.

Da das Füttern von Wildtieren schädlich ist, hält auch das Jagdgesetz des Kantons Basel-Landschaft (§ 36a Abs. 1) fest, dass Wildtiere grundsätzlich nicht gefüttert werden dürfen. Auch gemäss Polizeireglement der Gemeinde Birsfelden sind Bussen möglich, wenn Nahrungsmittel und andere Abfälle im Wald entsorgt oder bereitgestellt werden. Dies gilt nicht nur für den Wald, sondern auch für das Siedlungsgebiet.

Ebenso gehören Gartenabfälle, Kompost, Rasenschnitt oder Erde nicht in den Wald. Fremde Pflanzen oder Schadorganismen können so ins Ökosystem eingeschleppt werden. Mit Folgen für die Waldgesundheit. Es können sich schädliche Pflanzen wie Neophyten ausbreiten, Böden durch den veränderten Nährstoffhaushalt geschädigt und mögliche Giftstoffe ins Grundwasser gelangen.

Möchten Sie Lebensmittel- und Grünabfälle korrekt entsorgen? Die Gemeinde Birsfelden bietet eine wöchentliche Grün- und Bioabfuhr an. Gartenabfälle sowie Bioabfälle wie Rüstabfälle oder Speisereste können so fachgerecht entsorgt werden. In der Biopower-Anlage in Pratteln werden sie verwertet. Dabei entstehen wertvolle Recyclingprodukte wie Kompost und Flüssignährstoffe sowie erneuerbare Energie.

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