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Stadtentwicklungskonzept (STEK) und Stadtentwicklungsprogramm (STEP) vom Gemeinderat verabschiedet

Hintergrund
Birsfelden hat seit der Loslösung von Muttenz im Jahr 1875 einige prägnante Entwicklungsschritte hinter sich. Zu Beginn war das Gebiet rund um die Hauptstrasse, welche eine der zentralen Verbindungswege zur Stadt Basel über die Birs darstellte, der Siedlungsschwerpunkt. Nachdem der Flughafen Sternenfeld Mitte der 1950er Jahre den Betrieb einstellte, rückte das Gebiet beim Rhein in den Blickpunkt. Innerhalb weniger Jahre bildete sich ein neuer Gemeindeteil mit mehreren tausend neuen Einwohnerinnen und Einwohnern. Birsfelden verfügte Ende der 70er Jahre über 14‘000 Einwohner. Mit diesem Stand war das Gemeindegebiet grundsätzlich vollständig bebaut. Seither wurde wenig zusätzlicher Wohnraum erstellt. Veränderte Wohnformen und demographische Entwicklungen führten dazu, dass Birsfelden innerhalb der letzten 30 Jahre ein Drittel seiner Bevölkerungszahl verloren hat. Die Gemeinde steht vor diesem Hintergrund vor zentralen Fragestellungen bezüglich der eigenen Entwicklung.
Im Jahr 2013 fand ein Dialoganlasses zur Entwicklung des Zentrumsplatzes statt. In der Nachbearbeitung dazu wurde dem Gemeinderat bewusst, dass neben den obligatorischen kommunalen Instrumenten Zonenplan und -reglement für Birsfelden eine strategische und raumplanerische Gesamtsicht mit langfristiger Vision zur Gemeindeentwicklung fehlt. Um diese Lücke zu schliessen, hat sich der Gemeinderat von der Gemeindeversammlung 2013 den Auftrag geben lassen, ein Stadtentwicklungskonzept (STEK) und ein nachgelagertes Stadtentwicklungsprogramm (STEP) zu entwerfen.

STEK-Erarbeitungsprozess
Bei der Entwicklung des Konzeptes wurde die Bevölkerung zweimal eingebunden. Im Herbst 2014 wurde der Zwischenstand des STEK im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt und Rückmeldungen dazu gesammelt. Im Frühjahr 2015 fand eine öffentliche Präsentation des STEK-Entwurfs statt und interessierte Organisationen und Personen wurden zur Vernehmlassung eingeladen. Danach galt es, die umfangreichen Vernehmlassungsantworten zu verarbeiten. Mit praktisch sämtlichen Personen und Organisationen, welche eine Vernehmlassungsantwort verfasst haben, wurde im Dialog erörtert, wo Übereinstimmungen und wo Diskrepanzen vorliegen. Danach fällte das Projektteam einen Entscheid, welche Rückmeldungen Einfluss in das Konzept finden und welche nicht. Auf Basis der nach der Vernehmlassung überarbeiteten Version hat der Gemeinderat letzte Woche sowohl das STEK wie auch das STEP behördenverbindlich verabschiedet.

Schwerpunkte und Prioritäten des STEK
Aus einer Analyse der Stärken und Schwächen von Birsfelden gingen zwei Hauptpunkte hervor. Positiv wurde die perfekte Lage sowie das breite Angebot an Frei- und Naturräumen gewichtet. Ungünstig schlugen die nicht mehr zeitgemässe Wohnungsstruktur sowie die Verkehrsbelastung zu Buche. Aus dieser Erkenntnis heraus leitete sich folgender Handlungsbedarf ab:
  • Modernisierung und Ergänzung des Wohnraumangebots bei gleichzeitiger Aufwertung der Frei- und Naturraumqualitäten
  • Steigerung der Siedlungsverträglichkeit des Verkehrs und Stärkung der ÖV-Erschliessung

Von folgenden Projekten werden entsprechend dem Handlungsbedarf Signalwirkungen erwartet und daher prioritär angegangen:
  • Entwicklung Zentrumsperimeter: durch eine Neugestaltung soll eine städtische Mitte mit Wohnangeboten, publikumsorientierten Nutzungen sowie attraktiven Frei- und Grünräumen geschaffen werden
  • Steigerung der Siedlungsverträglichkeit der Hauptstrasse: mit einer Überlagerung des Strassenraums mit dem Tramtrassee sollen die Bereiche für Aufenthalt und Langsamverkehr erhöht und aufgewertet werden. Neben der Neugestaltung der Hauptstrasse werden weitere Strassenabschnitte für eine Umgestaltung vorgeschlagen. Zudem wurden erste Überlegungen zur Optimierung des ÖV-Angebots mit Hilfe einer Verlängerung der Tramverbindung Richtung Sternenfeld angestellt. Diese zielen, neben einer Steigerung der Erschliessungsgüte der bestehenden Siedlungen, auf die langfristige Umnutzung eines Teils des Hafenareals ab
  • Entwicklung Perimeter Gemeindeverwaltung: Das erweiterte Areal der Gemeindeverwal-tung soll einer Entwicklung, primär Richtung Wohnnutzung, zugeführt werden. Die Gemeindeverwaltung soll Richtung Gemeindezentrum verlagert werden
  • Erarbeitung Hochhauskonzept: In Ergänzung zum kantonalen Hochhauskonzept soll eine kommunale Auseinandersetzung mit dem Thema Hochhaus aufzeigen, ob und wenn ja, wo in Birsfelden Potenzial zur vertikalen Verdichtung vorhanden ist
  • Fortschreibung des Grün-/Freiraumkonzepts: Die anvisierten Entwicklungen sollen wertvolle Naturräume respektieren bzw. wo zweckmässig integrieren und weiterentwickeln. Dieser Grundsatz wird mit der Fortschreibung des Grün- und Freiraumkonzepts sowie der Inventarisierung wertvoller Objekte und Räume gewährleistet
  • (Teil-)Revision der Nutzungsplanung: Es wird geprüft, inwieweit die bestehenden Instrumente der Nutzungsplanung den Zielen des STEK gerecht werden. Dies kann zum Resultat führen, das Zonenreglement und den Zonenplan teilweise oder ganz zu revidieren

Schwerpunktgebiete
Neben den vorgängig beschriebenen prioritären Massnahmen wurden im STEK drei Entwicklungsgebiete bezeichnet. Diese weisen mittel- bis langfristig ein hohes Potenzial bezüglich der Siedlungserneuerung und –erweiterung auf
  • Birsraum: über Anreize zur Ergänzung bzw. Erneuerung des Bestandes soll eine verträgliche bauliche Verdichtung im kleinstrukturierten Umfeld erfolgen
  • Rheinufer: Es sollen Möglichkeiten untersucht werden, die Potenziale entlang des Rheins für eine ausgewogene und qualitativ hochwertige Ergänzung der Siedlung zu nutzen. Dies soll mit einer Qualitätssteigerung bezüglich der bestehenden Natur- und Freiräume erreicht werden.
  • Sternenfeldallee – der Raum soll als Schnittstelle zwischen Wohnquartieren und Hafen/Gewerbe gebietsweise entwickelt werden. Dadurch wird eine Umnutzung von Teilen des Hafenareals mittels langfristigem Imagewandel angestrebt.

Zusätzlich zu den Projekten mit Signalwirkung und den Entwicklungsgebieten stehen weitere Arealzonen im Fokus der erweiterten Entwicklung. Für diese werden jeweils spezifische Ansätze – u.a. mit Quartierplanverfahren - verfolgt, um sie im Dialog mit den Grundeigentümern zu entwickeln.
Die dem STEK zugrundeliegenden Massnahmen und Ziele können unter realistischer Annahme der Entwicklung bis zum Zielhorizont 2030 ein zusätzliches Einwohnerpotenzial von ca. 1'000 Personen bewirken.

Weiteres Vorgehen
Der Gemeinderat wird die Projekte entsprechend ihrer Priorisierung in der STEP-Planung in Angriff nehmen. Dabei wird insbesondere dem Aspekt der Einbindung der Bevölkerung und der zentralen Anspruchsgruppen grosse Wichtigkeit eingeräumt. Allfällige Projektierungs- und Projektkredite werden zeitgerecht der Gemeindeversammlung zur Genehmigung vorgelegt.
Der Gemeinderat freut sich auf diesen anspruchsvollen, jedoch wichtigen Prozess zur Weiterentwicklung der Gemeinde Birsfelden.

Gemeinderat Birsfelden


Detailinformationen
Die vom Gemeinderat verabschiedeten STEK und STEP sowie die Übersicht über die Vernehmlassungen inklusive der Beurteilung des Projektteams können nachstehend von der Homepage der Gemeinde Birsfelden heruntergeladen werden.

Interessierte Personen können eine "hochauflösende" Version des Schlussbericht STEK (110MB) per Email bei gemeindeverwaltung@birsfelden.bl.ch anfordern. Sie erhalten anschliessend einen "Download-Link".
Dokumente Medienmitteilung_STEK_STEP_2016_01_20.pdf (pdf, 74.6 kB)
STEK_Schlussbericht_2016_01_20.pdf (pdf, 10835.4 kB)
STEK_Vernehmlassung_BS_und_BL.pdf (pdf, 187.4 kB)
STEK_Vernehmlassung_Private_u_Organisationen.pdf (pdf, 346.9 kB)
STEP_Jan_2016.pdf (pdf, 3189.3 kB)
STEP_Terminubersicht_Jan_2016.pdf (pdf, 214.9 kB)
STEP_Uebersicht_Jan_2016.pdf (pdf, 12975.0 kB)


Datum der Neuigkeit 21. Jan. 2016



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